23.04.2010 - Arbeiten > Politik / Gesellschaft / Zeitgeschichte > Texte

Buchprojekt: Keine Angst vor den Angstmachern

Kurzbeschreibung:
Viele Menschen meiner Generation (Jahrgang 1961) sind vor 25 Jahren mit der Hoffnung angetreten, die Welt könnte besser, das heißt gerechter und gesünder werden. Tatsächlich ist sie seitdem ungerechter und gefährdeter geworden. „Unterschiedsgesellschaft“ war im Jahr 2006 Wort des Jahres in Japan. Das habe ich als Startschuss genommen, mich etwas genauer mit diesem Trend und der voranschreitenden Ökonomisierung der Gesellschaft zu beschäftigten.
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23.04.2010 - Arbeiten > Politik / Gesellschaft / Zeitgeschichte > Texte

Das Geschäft mit der Angst – Wie der Turbokapitalismus unsere Gesellschaft verändert

In den jungen Jahren der Bonner Republik hatte sich insbesondere die SPD eine „menschenwürdige Gesellschaft, frei von Not und Furcht“ als Vision auf ihre Fahnen geschrieben, wie es in ihrem „Godesberger Programm“ von 1959 heißt. 50 Jahre später wünschen sie die Deutschen noch immer mehrheitlich eine „Sozialgesellschaft“, in der „ihr Staat sie vor Not, Armut und Arbeitslosigkeitschützt und sozial absichert“ (Umfrage der Stiftung für Zukunftsfragen, 2.04.2009). Doch das Projekt einer Gesellschaft ohne Angst scheint sich heute in das Gegenteil verkehrt zu haben: Freies, unerschrockenes Menschentum, wie es Teil der modernen Freiheitsbewegung und -geschichte in Europa seit dem 18. Jahrhundert war, befindet sich auf dem Rückzug in unserer Gesellschaft.
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23.04.2010 - Arbeiten > Völkerkunde / Interkulturelles Lernen / Reisen > Texte

Von weißen Wilden und wilden Weißen

„Die gegenseitig-wohltätigste Einwirkung eines Menschen auf den andern, jedem Individuum zu schaffen und zu erleichtern, nur dies kann der Zweck aller menschlichen Vereinigung sein. Was ihn stört, hindert oder aufhebt, ist unmenschlich. Lebe der Mensch kurz oder lange, in diesem oder jenem Stande, er soll seine Existenz genießen und das Beste davon anderen mitteilen; dazu soll ihm die Gesellschaft, zu der er sich vereinigt hat, helfen.“ (Johann Gottfried Herder zum völkerübergreifenden Projekt der Humanisierung menschlicher Beziehungen)
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23.04.2010 - Arbeiten > Völkerkunde / Interkulturelles Lernen / Reisen > Texte > Australien

Portrait: Mandy Muir (Kakadu-Nationalpark, NT)

Vor allem im hohen Norden Australiens ist das reiche kulturelle Erbe der Aborigines keine tote Erinnerung, sondern lebendige Vergangenheit geblieben, der man sich bis auf den heutigen Tag tief verbunden fühlt. „Unser traditioneller Lebensstil mag sich geändert haben“, sagen die früheren Jäger und Sammler, „aber unsere Verpflichtungen und unsere Beziehung zum Land bleiben dieselben.“ Von den Symbolen der Moderne wie Eigenheim, Auto, europäische Bekleidung, Handy und Bankkonto können also nur bedingt Rückschlüsse darauf gezogen werden, wie »traditionell« ein Ureinwohner tatsächlich ist.
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