23.04.2010 - Arbeiten > Völkerkunde / Interkulturelles Lernen / Reisen > Texte

Von weißen Wilden und wilden Weißen

„Die gegenseitig-wohltätigste Einwirkung eines Menschen auf den andern, jedem Individuum zu schaffen und zu erleichtern, nur dies kann der Zweck aller menschlichen Vereinigung sein. Was ihn stört, hindert oder aufhebt, ist unmenschlich. Lebe der Mensch kurz oder lange, in diesem oder jenem Stande, er soll seine Existenz genießen und das Beste davon anderen mitteilen; dazu soll ihm die Gesellschaft, zu der er sich vereinigt hat, helfen.“ (Johann Gottfried Herder zum völkerübergreifenden Projekt der Humanisierung menschlicher Beziehungen)
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23.04.2010 - Arbeiten > Völkerkunde / Interkulturelles Lernen / Reisen > Texte > Australien

Portrait: Mandy Muir (Kakadu-Nationalpark, NT)

Vor allem im hohen Norden Australiens ist das reiche kulturelle Erbe der Aborigines keine tote Erinnerung, sondern lebendige Vergangenheit geblieben, der man sich bis auf den heutigen Tag tief verbunden fühlt. „Unser traditioneller Lebensstil mag sich geändert haben“, sagen die früheren Jäger und Sammler, „aber unsere Verpflichtungen und unsere Beziehung zum Land bleiben dieselben.“ Von den Symbolen der Moderne wie Eigenheim, Auto, europäische Bekleidung, Handy und Bankkonto können also nur bedingt Rückschlüsse darauf gezogen werden, wie »traditionell« ein Ureinwohner tatsächlich ist.
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23.04.2010 - Arbeiten > Völkerkunde / Interkulturelles Lernen / Reisen > Texte > Australien

Seerosen, Yams und Buschkartoffeln an Wildfleisch aus dem Erdofen

Eine Ureinwohnerin im Norden Australiens über die Schulter geschaut:
Jagen und Sammeln mit Patsy Raglar im Kakadu-Nationalpark

Die Vorgabe für den Tag ist eindeutig: Wenn bis zum Abend nichts gesammelt sein sollte, fällt das Busch-Dinner aus. »Ich bin hungrig. Lasst uns Nahrung suchen gehen«, drängt Patsy zum Aufbruch.
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23.04.2010 - Arbeiten > Völkerkunde / Interkulturelles Lernen / Reisen > Texte > Australien

Die Traumzeit weiß nichts von Walt-Disney-Parks

Australische Ureinwohner sehen naturnahen Tourismus auch als Chance, ihre Kultur zu schützen und lebendig zu halten

Der Kakadu-Nationalpark und das östlich angrenzende Arnhemland im Norden Australiens bestechen durch grandiose Landschaften. Wer auf den Fels Ubirr steigt und seine Augen über ausgedehnte Feuchtgebiete schweifen lässt, versteht auf einmal, warum die Ureinwohner keine Kirchen bauten: weil manche Orte selbst Kirchen sind.
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