21.02.2011 - Arbeiten > Völkerkunde / Interkulturelles Lernen / Reisen > Texte

Kinderuniversität: Woher kommen wir?

Eine spannende Zeitreise durch 2,5 Millionen Jahre Menschheitsgeschichte

Der Homo sapiens – so heißen wir “modernen Menschen” in der Wissenschaft – hat bis heute die ganze Erde bevölkert. Obwohl es den „weisen Menschen“ schon seit 160 000 Jahren gibt, ist er erst vor 40000 Jahren in Europa eingewandert. Dort traf er auf eine andere Menschenart, die es heute nicht mehr gibt: den Neandertaler.

Die Heimat des modernen Menschen war Afrika. Dort hat sich unsere Art über mehrere Vorformen des Menschen in langen Zeiträumen „entwickelt“. Was heißt das? Das affenähnliche Wesen, das wir einmal waren, wurde zum aufrecht gehenden Zweibeiner, es benutzte Stein- und Holzwerkzeuge, legte sein dichtes Haarkleid ab und fand Geschmack an Fleischnahrung. Bei alledem wurde sein Gehirn immer größer und komplexer, weshalb Kinder heute solange Kinder bleiben. Das Wachstum des Gehirns braucht nämlich seine Zeit.

Denken, Sprechen, Einfühlen, Kooperieren, Lernen, Informationen außerhalb des Gehirns in Gebräuchen, Felsbildern oder in Büchern speichern und an nachrückende Generationen weitergeben – der Mensch kann auf Herausforderungen der Natur viel flexibler reagieren als die Tiere. Damit steigen auch seine Chancen zu überleben. Wir nennen das „Kultur“. Das macht unser Erfolgsgeheimnis aus.

Intelligenz als menschliche Eigenschaft ist nicht erst in der kurzen Phase der Hochkulturen entstanden, sondern in der langen Periode, in der unsere Vorfahren „Jäger und Sammler“ waren. Der Mensch ist schon immer ein toller Erfinder gewesen. Denkt nur an die kontrollierte Feuernutzung. In der jüngeren Altsteinzeit machte seine Fähigkeit, durch Denken zu überleben, plötzlich gewaltige Fortschritte.

Bald können wir  Menschen zwar zum Mars fliegen, aber unsere körperliche und seelische Natur ist noch immer „steinzeitlich“,  woraus sich immer wieder Probleme ergeben. Auch darüber wollen wir reden.

Folgende Fragen sollen bei der Vorlesung beantwortet werden:

Woher wissen wir das eigentlich alles über eine Zeit, in der es gar keine Aufzeichnungen gab?

Warum unsere Vorfahren keine Hohlköpfe  waren?

Warum sind sich Mensch und Affe in vielen Dingen so ähnlich?

Warum hat sich der Mensch ausgerechnet in Afrika entwickelt? Was trieb unsere „Evolution“ dort an?

Warum wurde unser Gehirn immer größer ?

Wie lebten Kinder vor 40000 Jahren in der Steinzeit, als die Menschen spezialisierte Jäger und Sammler waren?